Die Energiewende

Die Energiewende ist Kern der Strategie und der Massnahmen der SIG in Genf. Sie bezeichnet den Übergang von unserer derzeitigen Produktions- und Verbrauchsweise zu einem neuen, nachhaltigeren und wirtschaftlicheren Energiemodell. Die Energiewende ist aufgrund einer Vielzahl an Faktoren wie Erschöpfung der natürlichen Ressourcen und Umweltschutz erforderlich geworden.

Das Kernstück der SIG-Strategie

Strategie

Seit vielen Jahren haben die SIG die Energiewende zur Grundlage ihrer Unternehmensstrategie gemacht. Es muss auf verschiedenen Ebenen gehandelt werden: 

 

Änderung unserer Geschäfts- und Organisationsmodelle

 

Die Welt der Energien steckt mitten im Umbruch. Statt dem ehemaligen überzentralisierten Modell gibt es heute eine Vielzahl an Akteuren aller Grössen, die alle in einem vernetzten und dynamischen System agieren. Die Energiewende stellt den Weg in diese neue pluralistische, verschiedenartige, entschlossen effiziente und gänzlich erneuerbare Welt dar. Die SIG setzen darauf, diese Wende freiwillig und engagiert zu vollziehen, gemeinsam mit ihren Kunden und Partnern und mit deren Hilfe. 

 

Änderung der städtischen Verbrauchergewohnheiten 

 

Der stetige Wandel der Verhaltensweisen und der Lebensart folgt auf diese systemischen Umwälzungen und begleitet sie. Haushalte, Gemeinde und Unternehmen erleben und erfinden eine Unmenge an Mikrorevolutionen, mit denen wir unseren Komfort erhalten können, aber nicht mehr unsere Energien und unser Einkommen verschwenden müssen. Die SIG verpflichten sich, ihren Kunden weiterhin zur Seite zu stehen, um diese Initiativen zu fördern, zu unterstützen und zu ermöglichen!

bon à savoir

Gut zu wissen

 

In Genf kommt uns ein starkes Engagement zugute: Der Kanton hat sein allgemeines Energiekonzept genehmigt, das sich auf eine Gesellschaft mit 2000 Watt ohne Atomstrom als langfristiges Ziel stützt. Darin enthalten sind die Ziele der Energiestrategie 2050 des Bundesrats, an erster Stelle der Anstieg des Anteils an erneuerbaren Energien und die Senkung des Verbrauchs.
Als industrieller Arm der Umsetzung dieses allgemeinen Energiekonzepts leiten die SIG alle unerlässlichen Projekte für die konkrete Umsetzung unserer Energiestrategie oder beteiligen sich an ihnen.

Konkrete Massnahmen und Projekte

Massnahmen und Projekte

Die SIG sind die treibende Kraft in der Energiewende in Genf und setzen an folgenden Hebeln an:  

  • vu
    Verringerung des Verbrauchs aller Energien: Strom und fossile Brennstoffe
  • vu
    Weiterentwicklung der Solarenergie
  • vu
    Weiterentwicklung der Windenergie
  • vu
    Weiterentwicklung der thermischen Lösungen im allgemeinen und der Geothermie im besonderen
  • vu
    Optimale Nutzung unserer Talsperren
Solar
panneaux solaires du Lignon

Solarenergie

Die SIG wollen die Solarproduktion im Kanton bis 2023 verdoppeln. Dies geschieht über:

  • Den Bau von Photovoltaikanlagen: die Solarkraft wurde in 10 Jahren verzehnfacht. Der Kanton zählt heute über 1200 Solaranlagen
  • Den Verkauf des Ökostroms Electricité Vitale Vert, mit dem die Finanzierung und die Entwicklung neuer Photovoltaikanlagen in Genf ermöglicht wird,
  • Die Aufwertung unserer Solarproduktion: Die SIG ermutigen alle Bewohner von Genf (Privatpersonen, Gemeinden, Unternehmen), ihrer Anlagen weiterzuentwickeln, und kaufen ihre Solarenergie zu einem günstigen Preis auf
strom
paysage avec eolien

Windenergie

Die Nutzung der Windenergie, um sie in Strom umzuwandeln, stellt eine grosse Herausforderung in der Geschichte der erneuerbaren Energien dar. Ein einziges Windkraftwerk mit 3 MW produziert jedes Jahr den Gegenwert für den Verbrauch von 2000 Haushalten, was etwa dem Verbrauch der Bevölkerung von Satigny entspricht. 

Die SIG beteiligen sich an Entwicklung, Bau und Nutzung von Windparks in der Schweiz, wenn diese von energetischem und wirtschaftlichem Nutzen sind und sofern ihre Umweltintegration optimiert wurde.

thermisch
GéniLac

Erneuerbare thermische Energie

Die SIG werden mindestens 50% der Ziele des Kantons hinsichtlich der Erzeugung von erneuerbarer Wärme erfüllen.
Dafür arbeiten wir gleichzeitig an den thermischen Netzen (auf der Ebene eines oder mehrerer Stadtviertel) und an den dezentralisierten erneuerbaren Energien (auf der Ebene von Mehr- und Einfamilienhäusern).

Die eingesetzten neuen Wärme- und Kältesysteme stützen sich entweder auf die Wiederverwertung von Abwärme (z.B. Cheneviers-CADIOM) oder auf erneuerbare Energieträger wie Geothermie in durchschnittlicher Tiefe oder Systeme, die eine Wärmepumpe erforderlich machen. Dabei kann auch auf Erdgas zurückgegriffen werden.
 

thermisch
camion pour la Géothermie

Geothermie

Die Geothermie, eine unterirdische Energie, ist eine lokale, saubere, erneuerbare und stetig verfügbare Energiequelle, die zahlreiche thermische und elektrische Anwendungen ermöglicht. Ihre Förderung erfolgt über die Schritte der Sondierung und der Bohrung des Untergrunds. Die Kenntnis des Genfer Untergrunds ist daher eine Grundvoraussetzung. Darin liegt die ganze Herausforderung des Programms GEothermie 2020, das vom Staat Genf geleitet und von den Services industriels de Genève (SIG) umgesetzt wird. In diesem Rahmen wird seit 2014 eine detaillierte 3D-Kartographie des Genfer Untergrunds durchgeführt, die die für Geothermie besonders günstigen Bedingungen aufzeigt. Diese vorläufige Erkundung wird ab 2018 durch Bohrungen in mittlerer Tiefe (über 1000 m) fortgesetzt.

Siehe das Programm
eco21
vue panoramique jet d'eau

éco21

Die SIG leiten seit 10 Jahren das Projekt éco21 mit dem Ziel, Privatpersonen, Gemeinden und Unternehmen konkrete Lösungen anbieten zu können, um ihren Energieverbrauch zu senken.

Seit dem Start des Programms werden im Kanton Genf jährlich 135 GWh eingespart. Das Ziel ist es, bis 2025 Einsparungen in Höhe von 300 GWh zu erreichen (dies entspricht dem Jahresverbrauch von 100.000 Haushalten oder dem Verbrauch der Einwohner der Stadt Genf).

Die SIG setzen dieses ehrgeizige Programm zur Energieeinsparung und zur Senkung des CO2-Ausstosses fort, indem sie ihren Kunden Produkte und Dienstleistungen anbieten und Partnerschaften mit lokalen Unternehmen und anderen Stromversorgern eingehen.

Entdecken das Programm Eco21

Impact
Impact

IMPACT-Plattform

IMPACT ist eine interaktive Finanzierungsplattform.
Ihr Prinzip ist einfach: Die Genfer entscheiden sich, in ein von Verbänden oder Unternehmen des Kantons vorgeschlagenes Projekt zugunsten der Energiewende zu investieren. Dafür erhalten sie spielerische oder geschmackvolle Gegenleistungen!

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